Tendinosis calcarea

Kalkschulter: Behandlung beim Schulterspezialisten in München

Wer mit einer Kalkschulter in die Sprechstunde kommt, berichtet oft von zwei sehr unterschiedlichen Geschichten: monatelang ein dumpfer Druck beim Haarekämmen, dann über Nacht ein Schmerz, der den Arm praktisch lahmlegt. Beides passt zu derselben Erkrankung, nur zu verschiedenen Phasen eines Kalkdepots in der Rotatorenmanschette. Welche Phase vorliegt, entscheidet darüber, ob Abwarten, Stoßwelle, Injektion oder ein arthroskopischer Eingriff sinnvoll ist. In München bietet Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schwerpunkt Schulterchirurgie, diese Abklärung samt Therapie aus einer Hand an.

Das Kalkdepot und seine Lage

Fast immer die Supraspinatussehne

Die Ablagerung sitzt in den meisten Fällen etwa ein bis zwei Zentimeter vor dem Sehnenansatz am Oberarmkopf, in der Supraspinatussehne. Genau dieser Abschnitt gleitet beim seitlichen Armheben unter dem knöchernen Schulterdach hindurch. Ein Depot von mehr als einem Zentimeter Durchmesser beansprucht dort Platz, der eigentlich für die Sehne und den Schleimbeutel vorgesehen ist.

Keine klassische Verschleißerkrankung

Anders als beim Sehnenriss steht bei der Kalkschulter nicht die abgenutzte Sehne im Vordergrund. Diskutiert wird, dass Sehnenzellen in einem schlecht durchbluteten Abschnitt ihren Charakter verändern und Kalziumkristalle einlagern. Betroffen sind deshalb häufig Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die ansonsten gesunde Sehnen haben.

Bildungsphase und Auflösungsphase

Die ruhige, feste Phase

In der Bildungs- und Ruhephase ist das Depot hart wie Kreide und im Röntgenbild scharf begrenzt. Beschwerden entstehen hier vor allem mechanisch: Das Depot stößt bei bestimmten Bewegungen an, der darüber liegende Schleimbeutel reizt sich. Viele Betroffene haben in dieser Zeit nur mäßige Schmerzen oder gar keine.

Die schmerzhafte, weiche Phase

Beginnt der Körper, das Depot abzubauen, wird der Kalk zahnpastaartig weich, und Fresszellen wandern ein. Das Gewebe schwillt an, der Druck in der Sehne steigt. Diese resorptive Phase ist die Ursache der typischen nächtlichen Schmerzattacken. Sie ist unangenehm, kann aber zugleich der Beginn einer spontanen Auflösung sein.

Woran man die Kalkschulter im Alltag erkennt

Der schmerzhafte Bogen

Charakteristisch ist ein Schmerz beim seitlichen Abspreizen des Arms zwischen etwa 60 und 120 Grad, der oberhalb davon wieder nachlässt. In diesem Bewegungsbogen läuft das Depot direkt unter dem Schulterdach entlang. Jackenanziehen, das Greifen zum Sicherheitsgurt oder das Einräumen eines oberen Regals werden so zu Auslösern.

Liegen auf der betroffenen Seite

Nachts drückt das eigene Körpergewicht den Oberarmkopf gegen das Schulterdach. Viele wachen deshalb auf, sobald sie sich auf die kranke Schulter drehen. Hält dieses Muster über mehrere Wochen an oder tritt ein akuter Schub auf, ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.

Abklärung beim Schulterspezialisten

Untersuchung mit Blick auf Nachbardiagnosen

Ein schmerzhafter Bogen tritt auch beim Impingement, bei Teilrissen der Rotatorenmanschette oder bei einer beginnenden Schultersteife auf. Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff prüft deshalb Kraft und Beweglichkeit jeder Sehne einzeln und achtet darauf, ob die passive Beweglichkeit erhalten ist, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Frozen Shoulder.

Was Röntgen und Ultraschall verraten

Im Röntgenbild lassen sich Größe und Begrenzung des Depots beurteilen: scharf und homogen spricht eher für die feste Phase, wolkig und unscharf für die Auflösung. Der Ultraschall ergänzt, ob das Depot einen Schallschatten wirft, also hart ist, und ob der Schleimbeutel entzündet ist. Diese Kombination steuert die weitere Therapie.

Therapie nach Phase statt nach Schema

Im akuten Schub: Entzündung beruhigen

In der resorptiven Phase steht die Schmerzlinderung im Vordergrund, etwa mit entzündungshemmenden Medikamenten, Kühlung und relativer Schonung ohne Ruhigstellung. Eine Injektion in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach kann je nach Befund rasch entlasten. Physiotherapie zielt hier vor allem darauf ab, die Beweglichkeit zu erhalten.

Im festen Stadium: Stoßwelle

Bei einem harten, gut abgrenzbaren Depot wird häufig die fokussierte Stoßwellentherapie eingesetzt. Sie soll den Umbau des Kalks anstoßen und die Durchblutung im Sehnenansatz fördern. Üblich sind mehrere Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen, ergänzt durch Übungen zur Zentrierung des Oberarmkopfs.

Arthroskopische Kalkentfernung

Wann der Eingriff erwogen wird

Bleiben Schmerzen und Funktionseinschränkung trotz konsequenter konservativer Behandlung über mehrere Monate bestehen und zeigt sich das Depot im Verlauf unverändert, kann eine Operation sinnvoll sein. Entscheidend ist die Kombination aus Beschwerden, Depotgröße und Konsistenz, nicht ein einzelner Messwert.

Ablauf und Nachbehandlung

Bei der Schulterarthroskopie wird das Depot über wenige kleine Zugänge aufgesucht, eröffnet und ausgeräumt; bei Bedarf wird der Schleimbeutel entfernt. Hinterlässt die Entfernung einen größeren Defekt in der Sehne, kann dieser genäht werden, was die Nachbehandlung verlängert. Die Physiotherapie beginnt in der Regel früh und wird stufenweise gesteigert.

Warum die Wahl des Schulterspezialisten in München entscheidend ist

Der richtige Zeitpunkt für jede Maßnahme

Eine Stoßwelle im akuten Schub oder eine Operation an einem Depot, das sich gerade selbst auflöst, bringt wenig. Den Befund richtig einzuordnen und das Vorgehen im Verlauf anzupassen, erfordert Erfahrung mit allen Therapieformen der Schulter.

Ein Ansprechpartner von der Diagnose bis zur Nachsorge

Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff führt in seiner Praxis im Asam Ärztehaus in der Sendlinger Straße sowohl die konservative Behandlung als auch arthroskopische Eingriffe durch. Wechselt die Therapie von der Stoßwelle zur Operation, bleibt der behandelnde Arzt derselbe, und alle Befunde liegen an einem Ort.

Die Kalkschulter ist eine Erkrankung mit eigenem Rhythmus. Wer weiß, in welcher Phase sich das Depot befindet, kann Schmerzen gezielter behandeln und unnötige Eingriffe vermeiden. Bei anhaltenden Beschwerden beim Armheben oder einer plötzlichen nächtlichen Schmerzattacke lohnt sich deshalb eine frühe Untersuchung mit Röntgen und Ultraschall.

Vertrauen Sie bei einer Kalkschulter auf die Erfahrung eines spezialisierten Facharztes: Schulterspezialist München | Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff – Spectrum Med im Asam Ärztehaus.

Termine lassen sich telefonisch, per E-Mail oder online vereinbaren; die Kontaktdaten der Praxis finden Sie direkt im Anschluss.

Schulterspezialist München | Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff – Spectrum Med im Asam Ärztehaus
Sendlinger Straße 37
80331 München
Tel: 089 264076
Mail: info@profkirchhoff.de
Web: https://profkirchhoff.de/

Häufige Fragen

Kann ein Kalkdepot wiederkommen, nachdem es sich aufgelöst hat?

Das ist möglich, aber eher selten. Häufiger tritt eine Kalkschulter später an der anderen Schulter auf, da beide Seiten betroffen sein können. Regelmäßige Kontrollen sind deshalb nur bei erneuten Beschwerden nötig.

Hilft Wärme oder Kälte bei einer Kalkschulter besser?

Im akuten, entzündlichen Schub wird Kühlung meist als angenehmer empfunden. In der ruhigen Phase mit eher muskulären Verspannungen kann Wärme helfen. Maßgeblich ist, was die Beschwerden im Einzelfall lindert.

Ist eine Kalkschulter im Röntgenbild immer sichtbar?

In der Regel ja. Sehr kleine oder bereits weitgehend aufgelöste Depots können jedoch schwer erkennbar sein. Dann liefert der Ultraschall zusätzliche Informationen über Restkalk und den Zustand des Schleimbeutels.

Muss nach der arthroskopischen Kalkentfernung eine Schlinge getragen werden?

Das hängt davon ab, ob die Sehne zusätzlich genäht wurde. Ohne Sehnennaht wird der Arm meist früh frei bewegt, nach einer Naht ist eine Schlinge für einige Wochen üblich.

Wie erkennt man einen guten Schulterspezialisten für eine Kalkschulter in München?

Ein guter Schulterspezialist beurteilt das Depot selbst per Ultraschall, ordnet die Phase der Erkrankung ein und bietet sowohl konservative Verfahren als auch die arthroskopische Entfernung an, damit die Therapie dem Verlauf folgen kann.